Aktuelles
Mahnwache 18.09.2026
Ansprache Dirk Hasenfuss, Stadtbürgermeister:
Die Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt sind ein deutliches Zeichen dafür, dass unsere Demokratie vor großen Herausforderungen steht. Wir sollten uns aber nicht entmutigen vielmehr sollten Sie uns darin bestärken, gemeinsam für das einzustehen, was unsere demokratische Gesellschaft ausmacht: Menschenwürde Freiheit Respekt Vielfalt und die Gleichheit aller Menschen. ....
Ansprache Willi Sturm, Sprecher Demokratiebündnis:
Ich lebe gern in unserem unvollkommenen Land. Es steht vor großen Herausforderungen und bietet Chancen wie Risiken, die wir nur gemeinsam bewältigen können. Trotz aller Schwierigkeiten gilt: Vieles funktioniert, vieles gelingt, und vieles können wir gemeinsam verbessern.
Dennoch finden düstere Botschaften oft mehr Gehör als zuversichtliche. Sorgen und Nöte sind real und müssen ernst genommen werden. Doch Angst löst keine Probleme, und einfache Antworten werden einer komplexen Wirklichkeit nicht gerecht. Wahlergebnisse sind daher mehr als ein Anlass zu Sorge und Enttäuschung ...
Bilder: Annette Pospesch und Andrea Keber
Demokratie-Bündnis wirbt für Mut, Zuversicht und Verantwortung - 250 Menschen auf dem Rathausplatz
Nieder-Olm. Als Sarah Inasch „We Shall Overcome“ auf ihrer Gitarre anstimmte, sangen die rund 250 Menschen auf dem Nieder-Olmer Rathausplatz mit. Die Mahnwache des Bündnisses für Demokratie, Vielfalt und Toleranz aus Anlass der aktuellen Wahlergebnisse war am Ende vor allem eins: Ein eindrucksvolles Zeichen für demokratischen Zusammenhalt.
Bündnissprecher Will Sturm rief dazu auf, trotz aller aktuellen Herausforderungen mit Mut, Zuversicht und Verantwortung nach vorn zu blicken. Sorgen und Ängste der Menschen müssten ernst genommen werden, sagte Sturm. Angst allein löse jedoch keine Probleme, einfache Antworten würden einer komplexen Wirklichkeit nicht gerecht.
Wahlen seien deshalb nicht nur Anlass für Sorge oder Enttäuschung, sondern auch ein Auftrag an die Politik, zuzuhören, zu verstehen und überzeugend zu handeln. Demokratie lebe davon, Unterschiede auszuhalten, Argumente zu prüfen und gemeinsam Lösungen zu finden.
Willi Sturm erinnerte an die Entwicklung Deutschlands seit den 1950er-Jahren. Als er 1956 in Nieder-Olm geboren wurde, waren die Folgen des Zweiten Weltkriegs noch allgegenwärtig. Dennoch habe sich Deutschland in den folgenden Jahrzehnten zu einem freien, sicheren und wirtschaftlich erfolgreichen Land entwickelt – trotz vieler Krisen und Rückschläge.
Auch heute sei Wandel die Konstante. Gerade deshalb müsse denjenigen widersprochen werden, die mit Hass, Hetze und Desinformation Menschen gegeneinander ausspielten. „Wir sagen Nein zu Rechtsextremen, die jammern und klagen, aber keine Lösungen anbieten“, sagte Sturm.
„Die Antwort kann nicht weniger Demokratie sein“
Stadt- und Verbandsbürgermeister Dirk Hasenfuss betonte, Demokratie sei keine Selbstverständlichkeit. Sie lebe von Menschen, die nicht wegsehen, wenn Menschenwürde und die freiheitliche demokratische Grundordnung angegriffen würden. Unterschiedliche Meinungen müssten ausgehalten werden, zugleich brauche es klare Grenzen, wenn die Grundlagen des demokratischen Zusammenlebens infrage gestellt würden.
„Die Antwort kann nicht weniger Demokratie sein, sondern mehr Beteiligung“, sagte Hasenfuß. Das Engagement des Nieder-Olmer Bündnisses sei deshalb gerade jetzt besonders wichtig. Freiheit und Menschenwürde stünden nicht zur Disposition.
Bardo Faust








